Das muss staffeln! Die RV Bille beim Hamburger Staffelrudern 2026
Das Staffelrudern vom „Hamburger und Germania Ruder-Club“ ist eines der Regatta- Highlights im Hamburger Ruderkalender. Auch die RV Bille war 2026 wieder mit von der Partie. Wie gewohnt in einer Renngemeinschaft mit dem Biller RC, dem Hammerdeicher Ruderverein, dem RC Protesia und erstmalig mit dem Wilhelmsburger Ruderverein. Drei Hamburger Gewässer also in einer Renngemeinschaft! Das hat sonst keiner aus der Konkurrenz. Und wie gewohnt war unsere RV mit knapp 20 Ruder:innen in Sachen Kraft und Mannschaftsstärke gut vertreten. Es war also angerichtet, nix wie einsteigen und ablegen!
Wenn nur dieses Wetter nicht wäre! In der Nacht hatte es heftige Schauer und Gewitter mit Einschlägen in unmittelbarer Alsternähe gegeben. Das Ergebnis war schon am Vormittag eine Bullenhitze von über 30 Grad – in der suppigen Luft war praktisch kein Sauerstoff mehr spürbar. Das sorgte schon für feuchte Hemden beim Einsetzen der Gigvierer. Und für nervöse Blicke auf unseren Masterplan: Wer muss wann aufs Wasser? Denn das Staffelrudern erfordert eine gute Organisation. Bei der Zieleinfahrt des einen Bootes soll das andere schon an der Startlinie warten. Das hat auch ganz ordentlich geklappt, bis wir irgendwann den freundlichen Hinweis erhielten: „Hallo Boot 11! Eure Kollegen haben euch nicht am Start gesehen und legen, wie es aussieht, noch eine Runde drauf.“ Das hatten wir aber nicht unserer tollen Cheforganisatorin Alex zu verdanken, sondern schlicht unserer eigenen Blödheit – und einer Menge Wasser im anlegenden Boot.
Staffelrudern ist mehr als nur irgendeine harmlose Breitensportregatta. Die 3,5 Km auf Binnen- und Außenalster verlangen den Ruder:innen alles ab: kräftige Windböen und dichter Verkehr von Alsterdampfern, Jollen, Kajaks und Tretbooten unter den Brücken hinweg und um die Alsterfontaine herum, das Ganze in der prallen Sommerhitze. Gefragt ist in den acht Stunden vor allem eine gewisse Hartleibigkeit der Steuerleute beim Überholen – und beim nicht Überholen lassen! Hin und wieder rasselt man mal mit den Wendebojen oder der Konkurrenz zusammen. Das hat in diesem Jahr jedoch nicht zu größeren Schäden an Mannschaften und Material geführt. Aber zu vielen bösen Blicken – insbesondere die Tretbootbesatzungen hatten wenig Spaß, wenn sie dem heftigen Treiben der Ruderboote zwischen Alsterfontaine und Rabenstraße zu nahe kamen.
So wechselten wir uns mit den vier anderen Clubs munter durch den Tag und zwischen den Runden war noch Zeit für einen Schnack mit den anderen Kolleg:innen im gemeinsamen Teamquartier, leckeren Kuchen und das eine oder andere Erinnerungsfoto. Das Ergebnis der ganzen Mühe ist ein guter Platz 12 mit insgesamt 36 Runden über die Alster. Wir finden, vom Spaß her waren wir mindestens im Medaillenbereich. Ist also abgemacht: Im nächsten Jahr kommen wir wieder!
Autor: Dominik Neubauer









Stephan Düsterhöft



