Ruderwochenende in Schwerin – Alles richtig gemacht
Große Vorfreude und düstere Prognosen: Als Ruth die Idee eines Wanderruderwochenendes auf dem Schweriner See einbrachte, waren die zehn verfügbaren Plätze binnen kürzester Zeit vergeben. Die Wetterprognose begann die allgemeine Vorfreude dann etwas einzutrüben, versprach sie doch schau(e)riges Aprilwetter und viel Wind. Nach regenreicher Anreise bezogen wir unsere Zimmer bei der Schweriner Rudergesellschaft. Einfach eingerichet, aber vis-a-vis dem Schloss – es gibt schlechtere Möglichkeiten unterzukommen.
Ein abendlicher Spaziergang entlang des Schweriner Sees führte uns zum Seglerheim, wo wir ein hervorragendes Essen genossen. Den krönenden Abschluss bildete die Licht- und Laserinszenierung „Son et Lumière“ am Hauptportal des Schlosses. Ein perfekter Start ins Wochenende. Alles richtig gemacht!
Samstag – auf kleinen Seen groß unterwegs
Nach einem erfrischenden morgendlichen Bad im See sollte es endlich aufs Wasser gehen. Die Prognose versprach uns einen halbwegs regenfreien Vormittag und so ließen wir unsere Gig-Vierer Leverkusen und Südwind zu Wasser. Bei strammen Westwind mit Windstärke sechs bis sieben rieten uns die Schweriner Ruderer auf die kleineren Seen auszuweichen. Unsere Tour führt uns vorbei an Schloss und Marstall durch den Stangengraben zum Heidensee mit seinen zahlreichen Bootshäusern und dann weiter über den Ziegelsee zum Ziegelinnensee. Die Verbindung zum Pfaffenteich war leider nicht passierbar. Mit der nächsten Regenfront im Rücken erreichten wir rechtzeitig wieder das Vereinshaus. Alles richtig gemacht!
Schlossfest statt sturmfest
Am Nachmittag entschieden wir uns angesichts des auffrischenden Winds gegen den See und für das Schlossfest, wo Mitglieder der Schweriner Schlossvereins in historischen Kostümen der 1850er Jahre flanierten. Der Kunsthandwerkermarkt lud zum bummeln ein, fränkische Winzer boten ihre Weine zur Verkostung an und im Café in der Orangerie ließ sich der nächste Wolkenbruch bei Kaffee und Kuchen gut überstehen. Während des anschließenden Stadtbummels konnten wir in einer windgeschützen Ecke tatsächlich ein Sonnenbad nehmen. Pizza und Pasta in der Trattoria da Vita und der zweite Teil von „Son et Lumière“ rundeten diesen Tag ab. Regen erst wieder auf dem Heimweg. Alles richtig gemacht!
Sonntag – ein Versuch und eine kluge Entscheidung
Trotz unveränderter Wetterlage wollten wir es noch einmal wissen. Nach einer Runde um die Schlossinsel tasteten wir uns im Windschatten des Westufers nach Norden vor. Die Bedingungen wurden jedoch so anspruchsvoll, dass wir uns nach einigen Kilometern entschieden umzukehren. Auch wenn wir den Schweriner See nicht vollständig erkunden konnten, waren wir uns einig: es war ein großartiges Wochenende und wir kommen wieder.
Der Wolkenbruch während unseres Abschlussessens im Café Ruderhaus bestätigte es erneut: Alles richtig gemacht!
Unserer besonderer Dank gilt Ruth für die tolle und mitunter anspruchsvolle Organisation.




