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RV Bille Mitglieder bei der Dove Elbe Rallye 2026

Seit Anfang des Jahres planen wir das erste Regatta-Highlight 2026 – Die Dove-Elbe-Ralley: Training muss organisiert, Teams gefunden und Boote verteilt werden. Als Anfang März das Wasser endlich eisfrei war, konnten wir loslegen und plötzlich waren es auch nur noch ein paar Wochen bis zum Start. Die Vorfreude war groß und so auch der Respekt vor der 12,5 km-Strecke. Zumal sich die Wettervorhersage verstetigte: lebhafter Wind mit starken Böen und kühle Temperaturen. Aber wie heißt es so schön: Gemeinsam sind wir stark. So hatten wir insgesamt vier tolle Teams zusammengestellt.

Aber was wären die ohne die super-kompetenten Steuermänner und -frauen, die so Vieles möglich gemacht haben, ohne unsere BackUp-Leute, die immer am Start waren und eingesprungen sind und vor allem ohne das Orga-Team, das wochenlang für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat? Von den Brücken angefeuert haben sich unsere drei Vierer und ein Zweier schließlich erfolgreich durch den Wind und die Wellen geschlagen, die kurz vor der Wende obendrein mit Schaumkronen versehen waren. An Ende sind alle erschöpft, aber gut ins Ziel gekommen. Im Masters D-Rennen der Frauen Doppelvierer haben wir sogar den ersten Platz gemacht. Zurück im warmen Bootshaus an der Bille gab es dann Pizza satt für alle, prickelnde Getränke und viele glückliche Gesichter am Ende eines stürmischen Tages.

„Wir stellen eine Kiste Bier und zwei Tüten Chips an den Steg und dann schauen wir mal, was passiert.“ Das war der erste Gedanke, als Anfang des Jahres alle Flüsse, Fleete und Kanäle noch tief zugefroren waren und der Frühling noch meilenweit entfernt schien. Also haben wir ja gesagt zum Anrudern, geht klar, wir haben dieses Jahr schließlich einen runden Geburtstag! Als eine Woche vor Meldeschluss nur ein Boot angemeldet war, haben wir uns noch mal beruhigt im Bett umgedreht. Um so heftiger war das Erwachen, als Andreas knapp 110 Anmeldungen verkündete und uns plötzlich klar wurde: Wir brauchen doch ein bisschen mehr als eine Kiste Bier. Alarm!

Die RV Bille wäre nicht die RV Bille, wenn sie auf entscheidende Fragen keine Antwort hätte: Wieviel Bier ist in der Kühlung, wo kommt die Suppe her, haben wir eigentlich tiefe Teller, wie ist das Wort vegetarisch zu verstehen, reichen unsere Sicherungen für Crêpes plus Kaffeemaschine und wer von uns kann eigentlich Kuchen backen? Mit nur zwei Mails an alle waren die wesentlichen Fragen geklärt. Wir haben in Nullkommanix die Halle zu einem gemütlichen Restaurant „Chez Bille“ umgebaut, Blümchen auf die Tische gestellt und das obligatorische Kuchenbuffet aufgefahren. Jetzt mussten nur die Boote am Steg erscheinen. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit wie erhofft und auch die Boote ließen auf sich warten, weil die Schleusenwärter in der Brandshofer Schleuse erst mal sein Becken mit Booten voll machen wollte, was für viele Ruderer eine knappe Stunde Wartezeit bedeutete und die gute Laune bei so einigen kurzfristig eintrübte. Aber plötzlich kam dann doch ein imposanter und bunter Haufen unterkühlter Ruder:innen unter der grünen Brücke zum Vorschein.

Mit ca. 100 Ruder:innen aus ganz Hamburg wurde dann viel gegessen, Maibock und Helbing getrunken und geschnackt. Die leckere heiße Suppe und die Crêpes ließen die lange Wartezeit in der Schleuse schnell vergessen. Nach der Begrüßung durch Andreas und einem Grußwort des LRV Vorsitzenden Andreas Doepper konnte LRV-Wanderwart Ulrich Rothe die Preise für die meisten geruderten Kilometer bei Wanderfahrt und Zielfahrten vergeben:

Wikinger WRG: 1. Preis Zielfahrten

Biller RC: 2. Preis Zielfahrten

Wikinger WRG: 1. Preis Wanderrudern Kategorie A, Vereine bis 100 Mitglieder

RC Dresdenia: 1. Preis Wanderrudern Kategorie B, Vereine bis 200 Mitglieder

Hamburger Ruderinnen Club: 1. Preis Wanderrudern Kategorie C. Vereine größer 200 Mitglieder

Wir gratulieren allen Beteiligten und natürlich den Gewinnern der Wanderpreise!

Das ist seit ein paar Jahren das erste Anrudern an der grünen Brücke gewesen und für eine große Zahl der Beteiligten bei uns das erste Mal. Aber das macht Laune und wir werden das sicher wiederholen. Also bis bald auf der Bille!

Autor: Dominik Neubauer

Am 3. April von 11 bis 16 Uhr findet bei uns am Bootshaus der diesjährige Barkentag statt. Für Ruderinnen und Ruderer, die den Bootstyp Barke kennen lernen wollen. Ihr bekommt Tipps für den Transport, lernt das Handling des Trailers, Slippen ohne Probleme. Auch Steuern und Rudern der Barke werden vermittelt. Anmeldung könnt ihr euch über unsere RV-Bill-App oder per Email an info@rvbille.de. Bitte gebt zu eurem Namen den Verein und eine Telefonnummer an. 
Die Teilnahme ist kostenlos. Wir feuen uns auf viele Interessierte, auch wenn aktuell noch keine Rudertour mit einer Barke geplant ist. Anmeldeschluss ist der 29.03.26, 00:00

Weitere Infos findet ihr in diesem Beitrag:

https://www.rvbille.de/barke-rudern-auf-der-bille/

Die Barke des ACC/NRB Hamburg liegt derzeit an der Bille.
Die Barke des ACC/NRB Hamburg liegt derzeit an der Bille.

130 Jahre RV Bille bleibt!

Wir sind stolz wie Bolle und nehmen unseren Geburtstag zum Anlass, gemeinsam mit Euch den Start in das neue Ruderjahr zu feiern. Ab 11.30 Uhr erwarten wir Euch an unserem Steg – natürlich mit Kaffee, Kuchen und einem kräftigen Eintopf.

Habt die Tide und die Schleusen im Blick!

Der LSBG ermöglicht uns ein Zeitfenster für das Hochschleusen auf die Bille über Brandshof zwischen 10.30 und 11.30 Uhr. Zurück geht es via Tiefstack zu jeder vollen Stunde ab ca. 15.00 Uhr. Das Hochwasser St. Pauli wird für 12.23 Uhr angegeben. Die Schleusengebühr übernimmt der LRV. Ulrich Rothe übernimmt die Formalitäten an der Schleuse Brandshof.

Wir freuen uns auf Euch!

Wenn Ihr mit dabei sein wollt, meldet euch bitte bis zum 20. März mit einer Mail an info@rvbille.de und der Angabe, ob Ihr Lust auf einen Teller Eintopf habt.

Diesen Termin findet ihr auch auf der Seite des Landesruderverbands Hamburg.

Letztes Jahr im Januar haben wir zum ersten Mal einen Erste-Hilfe Kurs im Bootshaus der RV Bille angeboten und das Interesse war riesig. Weil wir es sinnvoll finden, eine ausreichende Zahl fähiger Ersthelfer an Bord zu haben, haben wir das wiederholt, denn gute Vorsätze knöpfen wir uns am liebsten im Januar vor. Und obwohl sich das Interesse dieses Mal sehr in Grenzen hält, bleiben wir dabei: Herz-Lungen Wiederbelebung, stabile Seitenlage und Druckverbände haben wir geübt, bis es sitzt und wir können jetzt auch ohne Dreieckstuch Arme fixieren (s.o.).

Regelmäßige Erste-Hilfe Kurse geben uns ein besseres Gefühl für den Fall der Fälle, dass hier mal jemand umkippt. Und dennoch hoffen alle Beteiligten, dass der RTW auch in den prognostizierten acht Minuten vor Ort ist, um gegebenenfalls die Wiederbelebung zu übernehmen. Denn machen wir uns nichts vor, mit einem Ernstfall liebäugelt hier bei der RV Bille niemand!

Die Schulung hat in diesem Jahr der „ResQService“ aus Rahlstedt übernommen. Der Rettungsdienst war auch so nett, die Schulung bei uns im Bootshaus durchzuführen, obwohl eigentlich zehn Teilnehmer:innen die Mindestgröße für einen Kurs sind. Wir können diesen Kurs gerne weiterempfehlen, den der Kursleiter aus eigener Motivation in Eigenregie anbietet. Das ist ein etwas anderer Schnack als eine Schulung von der ASB, aber dafür konnten wir bei der Herz-Lungen-Massage ein Rennen gegen den Krankenwagen fahren: Je besser wir wiederbeleben, desto mehr Gas gibt der Rettungswagen. Das motiviert bei einer Schlagzahl über 100!

Jetzt fehlt eigentlich uns eigentlich nur noch der Kurs „Rettung aus dem Wasser“. Aber angesichts der Wetterverhältnisse vor und auf dem Steg werden wir mit diesem Kurs noch eine Weile warten.

Vielen Dank, ResQService und bis zum nächsten Mal!

Autor: Dominik Neubauer

RV Bille Crew bei der Matjesregatta 2025

Man lobt sich bekanntlich ungern selbst. Deswegen geht dieser Text jetzt an all die anderen von der RV Bille. Weil es nämlich ganz und gar nicht selbstverständlich ist, dass sich an jedem zweiten Samstag im Oktober über der Bille etwas zusammenbraut, das zu einem der größten Events im norddeutschen Breitenrudersport zählt und ganz sicher die seltsamste Regatta ist, die man sich ausdenken kann: Verrückte mit Booten und viel Matjes, um nicht zu sagen: Die Matjesregatta.

Dieses Lob ist für unsere Rookies, die sich volle Kanne reingehangen haben: nicht nur in die Riemen – sie haben drei (!) Novizenboote gestellt – sondern auch beim Verteilen der Matjes, beim Anpacken auf dem Steg und vielem mehr. Das Ganze noch mit einer derartig guten Laune, dass einem glatt komisch werden konnte. Unsere Lobeshymne widmen wir jenen Kamerad:innen, die nach ihrem eigenen Rennen auch selbstlos als Steuerleute bzw. als Fachkräfte für Skull und Riemen für andere eingesprungen sind. Und an alle, die immer noch mit Spülen beschäftigt waren, als die anderen schon feierten. Einen ganzen Lobgesang intonieren wir für die Abteilung Kaffee und Kuchen, die es geschafft hat, fast die gesamte süße Ware plus belegte Brötchen an die Frau und den Mann zu bringen. Auch die Leute, die den ganzen Tag im Kraftraum standen und Matjesbrötchen und Abendessen vorbereitet haben, dürfen sich unseren Lobgesang anhören: Denn jetzt weiß der Kraftraum endlich, woher er seinen Namen hat! Und by the way: wer hat eigentlich die Kartoffeln gesät, gepflegt, geerntet und gekocht?

Unsere Laudatio gilt dem Stegdienst, der es geschafft hat, mit wenigen, gar nicht so strengen Worten knapp 160 Gig-Vierer samt Zubehör und Personal ins Wasser und wieder herauszudirigieren – ohne dass dabei irgendjemand zu Schaden kam. Überhaupt geht das Lob an unseren gesamten Vorstand und alle, die an der Organisation des ganzen Geschehens beteiligt waren. Und natürlich an das Team an den Rechnern, das im Vorhinein einen absolut reibungslosen Anmeldeprozess aufgesetzt hat, der Wahnsinn! Unsere warmen bzw. heißen Worte widmen wir den Zeitnehmer:innen in unserer „Sauna“ und den Herren vom Grill, die zwei Mal Würstchen nachorderten und gegrillt haben. Natürlich geht diese Laudatio an den Menschen, der die Sache mit Bier und Helbing in seinen starken und souveränen Händen hielt und an das Team Theke! Ein dickes Kompliment auch an die Crew im Regattabüro, die sich nicht von den vielen Last-minute Umbesetzungen aus der Ruhe bringen ließ. Schließlich dürfen wir bei unserer Lobrede auch nicht die Hundertschaft von Helfer:innen vergessen, die den ganzen Apparat überhaupt ins Laufen brachte, inklusive einer supereffektiven Stromversorgung – es gab in diesem Jahr keinen Stromausfall, wow! – dem Bereitstellen von dreihundert Sitzplätzen und dem damit verbundenen Aus- und wieder Einräumen unserer Boots- und Sporthallen und, und, und.

Deswegen sei hier gerne das Feedback zitiert, das an diesem langen Tag so oft zu hören war: Ihr seid mega! Danke euch!

PS: Euren Dank geben wir gerne zurück, liebe Gäste! Auch ihr seid spitze – und sehr willkommene, gerne gesehene Gäste bei uns an der Bille! Wir freuen uns riesig, euch am 10. Oktober 2026 wieder begrüßen zu dürfen!

Wir helfen ja gerne, wenn wir können: Für die Europa- und Bezirkswahl am 9. Juni wurde ersatzweise ein Wahllokal gesucht. Wir haben natürlich sofort zugesagt. Und so standen statt der Boote für einen Törn auf der Bille ausnahmsweise mal Parteien und ihre Programme zur Wahl. Die Organisation der Wahl in unserem „Lokal“ haben wir gleich mitübernommen. So dass am Sonntag in aller Frühe Stimmzettel sortiert, Wegweiser aufgehängt und Wahlkabinen gebastelt wurden. Und selbstverständlich nehmen wir das Wahlgeheimnis so ernst, dass alle verräterisch spiegelnden Flächen in unserer „guten Stube“ abgehängt wurden.

Die Wählerinnen und Wähler fanden ihr neues Wahllokal recht ungewohnt, aber sehr gemütlich. Die zehn Stunden Wahl plus Auszählung (Montag morgen wurden dann noch die Bezirksstimmen ausgezählt) waren eine spannende Angelegenheit, auch wenn sich der Andrang bei uns im Rahmen hielt. Natürlich hätten wir uns eine so rege Beteiligung gewünscht wie sonst üblicherweise beim offenen Rudern! 🤣 Dafür haben alle Beteiligten die Erfahrung machen dürfen, wie extrem komplex, langwierig und aufwendig der Wahlprozess ist. Aber unsere Demokratie ist uns sicher die Arbeit wert. Und falls wir noch einmal gefragt werden sollten, sind wir wieder mit dabei!

Von Dominik Neubauer