Wir sind stolz wie Bolle und nehmen unseren Geburtstag zum Anlass, gemeinsam mit Euch den Start in das neue Ruderjahr zu feiern. Ab 11.30 Uhr erwarten wir Euch an unserem Steg – natürlich mit Kaffee, Kuchen und einem kräftigen Eintopf.
Habt die Tide und die Schleusen im Blick!
Der LSBG ermöglicht uns ein Zeitfenster für das Hochschleusen auf die Bille über Brandshof zwischen 10.30 und 11.30 Uhr. Zurück geht es via Tiefstack zu jeder vollen Stunde ab ca. 15.00 Uhr. Das Hochwasser St. Pauli wird für 12.23 Uhr angegeben. Die Schleusengebühr übernimmt der LRV. Ulrich Rothe übernimmt die Formalitäten an der Schleuse Brandshof.
Wir freuen uns auf Euch!
Wenn Ihr mit dabei sein wollt, meldet euch bitte bis zum 20. März mit einer Mail an info@rvbille.de und der Angabe, ob Ihr Lust auf einen Teller Eintopf habt.
Manche nennen es Schweiß, wir nennen es „flüssigen Stolz“. Zum bereits dritten Mal in Folge hieß es für uns: Ab auf die Folterstühle, die Kette fest im Griff und den Blick starr auf den Monitor gerichtet. Mit einer stolzen Flotte von 32 Vereinsmitgliedern und drei tapferen und starken auswärtigen Ruderern im Schlepptau sind wir beim diesjährigen Alster Ergo Cup angerückt.
Platzmanagement vor Platzierung
Bevor wir zu den harten Fakten kommen, ein Wort zur Strategie. In diesem Jahr gab es ein entscheidendes Problem: Wohin nur mit dem Hauptgewinn – noch eine fabrikneues Ergometer konnten wir gar nicht unterbringen. Hand aufs Herz – wir wussten schlichtweg nicht mehr, wohin mit dem ganzen Equipment! Unsere Bootshalle platzt bereits aus allen Nähten, und wer will schon über glänzende Concept2-Geräte stolpern, wenn er eigentlich nur zum Steg will? Das änderte natürlich unsere gesamte taktische Ausrichtung. Daher haben wir uns – ganz im Sinne des Fairplay und der nachbarschaftlichen Liebe – dazu entschieden, den anderen Vereinen auch mal eine Chance auf das Treppchen zu lassen. Mit einer Punktlandung auf dem 5. Platz zusammen mit dem Ratzeburger Ruderclub (7661 Punkte) sind wir mehr als zufrieden. Man muss schließlich auch gönnen können!
Vorbereitung ist alles
Doch wer denkt, wir hätten die Sache schleifen lassen, der irrt gewaltig. Die Wochen vor dem Cup waren geprägt von einer Dynamik, die man sonst nur aus Rocky-Filmen kennt. Überall im Verein bildeten sich kleine, verschworene Trainings-Grüppchen. Es wurde gemeinsam gelitten, sich gegenseitig zu neuen Watt-Bestmarken gepeitscht und motiviert, bis die Lungen brannten. Der Hauptantrieb hinter diesem kollektiven Wahnsinn war – wie immer – unser ehrgeiziger Initiator. Um ihm die bestmöglichen Ergebnisse zu präsentieren (und vielleicht auch, um den einen oder anderen kritischen Blick bei der Auswertung zu vermeiden), haben alle Beteiligten ihr Letztes gegeben.
Es war ein Fest! 34 motivierte Sportler, eine Stimmung, die die Halle zum Kochen brachte, und die Gewissheit, dass wir fahrtechnisch ganz oben mitspielen – auch wenn wir uns dieses Jahr diplomatisch im Mittelfeld einsortiert haben. Die Ergos im Verein können also erst einmal durchatmen: Es kommt kein neuer Kollege dazu, der den Platz wegnimmt. Nächstes Jahr greifen wir wieder an – vielleicht. Es kommt ganz darauf an, wie viel Platz wir dann in der Halle haben!
https://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2026/03/Halbmarathon-18.AEC2a.jpeg585831KnorrSihttps://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2019/03/RVB_Logo_transparent_340x156.pngKnorrSi2026-03-05 23:15:022026-03-05 23:27:50Platz 5 aus purer Nächstenliebe: Unser dritter Streich beim Alster Ergo Cup
Letztes Jahr im Januar haben wir zum ersten Mal einen Erste-Hilfe Kurs im Bootshaus der RV Bille angeboten und das Interesse war riesig. Weil wir es sinnvoll finden, eine ausreichende Zahl fähiger Ersthelfer an Bord zu haben, haben wir das wiederholt, denn gute Vorsätze knöpfen wir uns am liebsten im Januar vor. Und obwohl sich das Interesse dieses Mal sehr in Grenzen hält, bleiben wir dabei: Herz-Lungen Wiederbelebung, stabile Seitenlage und Druckverbände haben wir geübt, bis es sitzt und wir können jetzt auch ohne Dreieckstuch Arme fixieren (s.o.).
Regelmäßige Erste-Hilfe Kurse geben uns ein besseres Gefühl für den Fall der Fälle, dass hier mal jemand umkippt. Und dennoch hoffen alle Beteiligten, dass der RTW auch in den prognostizierten acht Minuten vor Ort ist, um gegebenenfalls die Wiederbelebung zu übernehmen. Denn machen wir uns nichts vor, mit einem Ernstfall liebäugelt hier bei der RV Bille niemand!
Die Schulung hat in diesem Jahr der „ResQService“ aus Rahlstedt übernommen. Der Rettungsdienst war auch so nett, die Schulung bei uns im Bootshaus durchzuführen, obwohl eigentlich zehn Teilnehmer:innen die Mindestgröße für einen Kurs sind. Wir können diesen Kurs gerne weiterempfehlen, den der Kursleiter aus eigener Motivation in Eigenregie anbietet. Das ist ein etwas anderer Schnack als eine Schulung von der ASB, aber dafür konnten wir bei der Herz-Lungen-Massage ein Rennen gegen den Krankenwagen fahren: Je besser wir wiederbeleben, desto mehr Gas gibt der Rettungswagen. Das motiviert bei einer Schlagzahl über 100!
Jetzt fehlt eigentlich uns eigentlich nur noch der Kurs „Rettung aus dem Wasser“. Aber angesichts der Wetterverhältnisse vor und auf dem Steg werden wir mit diesem Kurs noch eine Weile warten.
Vielen Dank, ResQService und bis zum nächsten Mal!
Man lobt sich bekanntlich ungern selbst. Deswegen geht dieser Text jetzt an all die anderen von der RV Bille. Weil es nämlich ganz und gar nicht selbstverständlich ist, dass sich an jedem zweiten Samstag im Oktober über der Bille etwas zusammenbraut, das zu einem der größten Events im norddeutschen Breitenrudersport zählt und ganz sicher die seltsamste Regatta ist, die man sich ausdenken kann: Verrückte mit Booten und viel Matjes, um nicht zu sagen: Die Matjesregatta.
Dieses Lob ist für unsere Rookies, die sich volle Kanne reingehangen haben: nicht nur in die Riemen – sie haben drei (!) Novizenboote gestellt – sondern auch beim Verteilen der Matjes, beim Anpacken auf dem Steg und vielem mehr. Das Ganze noch mit einer derartig guten Laune, dass einem glatt komisch werden konnte. Unsere Lobeshymne widmen wir jenen Kamerad:innen, die nach ihrem eigenen Rennen auch selbstlos als Steuerleute bzw. als Fachkräfte für Skull und Riemen für andere eingesprungen sind. Und an alle, die immer noch mit Spülen beschäftigt waren, als die anderen schon feierten. Einen ganzen Lobgesang intonieren wir für die Abteilung Kaffee und Kuchen, die es geschafft hat, fast die gesamte süße Ware plus belegte Brötchen an die Frau und den Mann zu bringen. Auch die Leute, die den ganzen Tag im Kraftraum standen und Matjesbrötchen und Abendessen vorbereitet haben, dürfen sich unseren Lobgesang anhören: Denn jetzt weiß der Kraftraum endlich, woher er seinen Namen hat! Und by the way: wer hat eigentlich die Kartoffeln gesät, gepflegt, geerntet und gekocht?
Unsere Laudatio gilt dem Stegdienst, der es geschafft hat, mit wenigen, gar nicht so strengen Worten knapp 160 Gig-Vierer samt Zubehör und Personal ins Wasser und wieder herauszudirigieren – ohne dass dabei irgendjemand zu Schaden kam. Überhaupt geht das Lob an unseren gesamten Vorstand und alle, die an der Organisation des ganzen Geschehens beteiligt waren. Und natürlich an das Team an den Rechnern, das im Vorhinein einen absolut reibungslosen Anmeldeprozess aufgesetzt hat, der Wahnsinn! Unsere warmen bzw. heißen Worte widmen wir den Zeitnehmer:innen in unserer „Sauna“ und den Herren vom Grill, die zwei Mal Würstchen nachorderten und gegrillt haben. Natürlich geht diese Laudatio an den Menschen, der die Sache mit Bier und Helbing in seinen starken und souveränen Händen hielt und an das Team Theke! Ein dickes Kompliment auch an die Crew im Regattabüro, die sich nicht von den vielen Last-minute Umbesetzungen aus der Ruhe bringen ließ. Schließlich dürfen wir bei unserer Lobrede auch nicht die Hundertschaft von Helfer:innen vergessen, die den ganzen Apparat überhaupt ins Laufen brachte, inklusive einer supereffektiven Stromversorgung – es gab in diesem Jahr keinen Stromausfall, wow! – dem Bereitstellen von dreihundert Sitzplätzen und dem damit verbundenen Aus- und wieder Einräumen unserer Boots- und Sporthallen und, und, und.
Deswegen sei hier gerne das Feedback zitiert, das an diesem langen Tag so oft zu hören war: Ihr seid mega! Danke euch!
PS: Euren Dank geben wir gerne zurück, liebe Gäste! Auch ihr seid spitze – und sehr willkommene, gerne gesehene Gäste bei uns an der Bille! Wir freuen uns riesig, euch am 10. Oktober 2026 wieder begrüßen zu dürfen!
Nach dem Kentertraining in der Bartholomäustherme im Mai komme ich mit einer Kollegin ins Gespräch: „Ihr seid doch die mit der Matjesregatta im Herbst, oder?“ „Richtig“, sage ich. „Und ihr baut die Kartoffeln für das Essen selbst an?“ „Stimmt genau“, sage ich, „und wenn du magst, kannst du nächsten Samstag gerne vorbeikommen. Denn wir pflanzen wieder neue Kartoffeln an.“
Anscheinend macht die Story mit den selbst angebauten Kartoffeln an der Bille schon im ersten Jahr die Runde durch die Hamburger Ruderszene. Das freut uns. Und deswegen werden wir auch dieses Jahr wieder zu Kartoffelbauern. Befreien unseren kleinen Acker von Unkraut, säen und düngen die Kartoffeln und sind den ganzen Sommer mit dem Aufhäufeln der lichtempfindlichen Knollen beschäftigt. Nur gießen müssen wir sie in diesem Jahr kaum! Die Arbeit lohnt sich. Drei große Eimer Kartoffeln können wir in diesem Jahr ernten. Das reicht noch nicht ganz für die über dreihundert Essen, die wir nach der Regatta auf die Tische stellen. Aber die Geste zählt. Denn diese Kartoffeln sind 100% bio, selbstgesät, scheckheftgepflegt und handgeerntet. Regionaler geht’s nicht, und wir finden, dass man das auch schmeckt. Wir freuen uns wie Bolle, euch am 11. Oktober bei uns an der Bille begrüßen zu dürfen.
Die Hanseaten vom Kämmererufer haben zur Zielfahrt geladen und die Kolleg:innen von der Bille und der Elbe waren natürlich gerne mit dabei. Insofern hat sich unsere Mannschaft nicht gewundert, dass wir schon mit zu dritt in der Tiefstack-Schleuse lagen – zusammen mit dem Biller RC – und ab Schaartor im Konvoi mit drei Booten der Wikinger unterwegs waren. Unser erstes Ziel war allerdings der Steg der RG Hansa, wo der Verein eine Trauerfeier für ihre verunglückte Ruderkameradin abhielt. Wir hatten alle einen mächtigen Kloß im Hals, als wir für die Sportlerin unsere Rosen auf der Alster ablegten. Aber uns war es lieber, mit den Herzen bei der Hansa zu sein als die Stille auf dem Steg zu stören.
Wir hatten bei der RG schon knapp 16 Kilometer auf Bille, Elbe und Alster auf der Uhr. Aber der Slalom durch die Schlickbänke im Oberhafen hat sich gelohnt. Backbord und Steuerboard von uns hatten wir das volle Sightseeing-Programm vom goldenen Pavillon vor Entenwerder über das Spiegelgebäude und die Speicherstadt bis hin zum Rathaus. Und dann natürlich noch Binnen- und Außenalster! Ein Traum, zumal an diesem sonnigen Samstag.
Die Kolleg:innen der ARV Hansa haben an ihrem 100. Geburtstag alles für ihre Gäste getan: Ein perfekter Stegdienst, der uns half, die schwere Windsbraut aus dem Wasser zu holen und wieder einzusetzen, ein Kurzer zur Begrüßung am Steg und lauter freundliche Leute mit breitem, rotem Streifen auf der Brust. Chapeau, perfekt organisiert! (Wir müssen es wissen, denn mit der Organisation von Großereignissen kennen wir uns durch die Matjesregatta bekanntlich bestens aus.) Der Rückweg war dann ein wenig ruppiger als erwartet. Ein kleines Barkassen Rennen im Zollkanal zeigte uns, dass es bei solchen Touren schon sehr auf das Können der Steuerleute ankommt. Insgesamt aber ein toller Tag! Wir kommen wieder, versprochen!
Von Dominik Neubauer
Wer sich für die 100-jährige Geschichte des ARV interessiert, kann hier die Festschrift zum 100. herunterladen: https://100jahre.arv-hanseat.de/
https://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2025/09/Zielfahrt-hanseat3b.jpg352479KnorrSihttps://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2019/03/RVB_Logo_transparent_340x156.pngKnorrSi2025-09-09 20:46:552025-09-09 22:59:38Tide, Trauer und Tradition: Zielfahrt zum 100. Geburtstag vom ARV Hanseat
Die RV Bille als Gastgeberin beim Hamburger Elbsommer
Am 09. August haben wir die Hamburger Wasser- und Sommerfreunde an die Bille geladen und unseren Steg in die Riviera des Hamburger Ostens verwandelt: Im Rahmen des Elbsommers haben wir ein rundum gelungenes Sommerfest gefeiert – mit jeder Menge Spaß, viel Bewegung und Genuss galore!
Rund 80 Gäste fanden den Weg zu uns ans Wasser und nutzten die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Ob im Ruderboot, im Kanu im Kajak oder auf dem Stand-Up-Paddleboard (SUP) – viele Besucher:innen wagten sich zum ersten Mal auf die Bille und waren begeistert von der Vielfalt des Wassersports, den unser Verein bietet. Auch an Land war für beste Stimmung gesorgt: mit vielen Spielen für kleine und große Gäste und einem bunten Flohmarkt. Und da Sport bekanntlich Appetit macht, gab’s jede Menge zu Essen: Frische Crêpes, hausgemachter Kuchen, Zuckerwatte und natürlich der Klassiker – die Bratwurst vom Grill – ließen keine kulinarischen Wünsche offen. Bei bestem Sommerwetter haben wir gelacht, ausprobiert, geschnackt und gemeinsam gefeiert.
Im Anschluss daran folgte das Sommerfest für unsere Vereinsmitglieder, das in gemütlicher und fröhlicher Runde seinen Ausklang fand. Bei guter Musik, mit kühlen Getränken und vielen netten Gesprächen haben wir bis spät in den Abend zusammengesessen und den Sommer gefeiert, der sich dieses Jahr so rar macht.
Ein herzlicher Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, die diesen Tag möglich gemacht haben – sowie an unsere Gäste, die mit ihrer guten Laune für ein ganz besonderes Miteinander sorgten. Wir freuen uns auf viele neue Gesichter – vielleicht ja beim nächsten Schnupperrudern?
https://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2025/08/sommer5-miguel-farraz.jpg533800KnorrSihttps://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2019/03/RVB_Logo_transparent_340x156.pngKnorrSi2025-08-15 22:52:152025-08-15 22:56:41Ein Sommer an der Bille
Wir waren für alles vorbereitet: Für hässliche Wellen, ekligen Wind, heftige Böen, viel Regen und die eine oder andere Havarie. Und das Einzige, was wir vergessen hatten, war die Sonnencreme! Denn wider Erwarten hatten wir kaum Wellen, nur einen kurzen Schauer und ich habe mir tatsächlich die Arme verbrannt. Davon mal abgesehen war das eine Exkursion der Extraklasse. Morgens um halb neun Start am Steg der RC Süderelbe bis hoch nach Stove gegenüber von Geesthacht. Von dort nach einer ausgiebigen Pause mit dem ablaufenden Wasser wieder zurück zur Süderelbe. 56 Kilometer, die wir in knapp unter zwei Stunden hoch und knapp über zwei Stunden zurück absolviert haben. So schnell sind wir selten unterwegs. Und das ist ein verdammt geiles Gefühl, wenn man auf der Coxbox 15,5 Km/h lesen darf. Die Tide macht‘s möglich.
Unser großer Dank gilt den Ausrichtern dieser „kleinen Ausfahrt“, RC Süderelbe, Wikinger WRG und RG Hansa. Das haben die richtig toll hinbekommen: Mit einem Landdienst, der unsere Verpflegung an den Strand in Stove transportiert hat und einem anschließenden Buffet, das jedweder Mangelerscheinung (Proteine, Kohlenhydrate, Elektrolyte etc.) ein schnelles Ende bereitete. (Und was für ein hübsches Bootshaus der RC Süderelbe hat, hier am Ende der Welt!)
Natürlich ist so ein Trip nur mit einem eingespielten Team möglich. Wir haben uns in kürzester Zeit zu einer mega-schlagfertigen Truppe zusammengefunden. So schlagfertig, dass wir auf der Rückfahrt kein einziges Mal an den Schlag erinnert werden mussten. Gabi, David, Peter und Dominik wurden von Thomas vom Wilhelmsburger RC zu dem Dreamteam komplettiert, das mit einer Zeit von 4.16 h einen verdammt ordentlichen vierten Platz erreichte. Das Zu! Sam! Men! von Gabi auf der Rückfahrt wird uns noch lange in den Ohren hallen. Mindestens bis zur nächsten Ausgabe vom Elbinselmarathon.
https://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2025/08/elbinselmarathon1.jpg9601280KnorrSihttps://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2019/03/RVB_Logo_transparent_340x156.pngKnorrSi2025-08-05 15:18:312025-08-05 15:27:54Zu! Sam! Men! bis ans Ende der Welt.
Eigentlich war ich als Anleiter gebucht für diesen stürmischen Dienstagabend im Juni, Tag zwei für die Neuen, heute geht’s im Mannschaftsboot aufs Wasser. Aber da schon drei erfahrenere Trainer da sind, komme ich im Bug unserer „Windsbraut“ unter und darf mal Mäuschen spielen, gespannt darauf, wie sich so ein Anfängertraining anfühlt.
Die großen Fragen wurden schon letzte Woche geklärt. Wofür steht das Rot, wofür Grün, wie sieht die Ruderbewegung aus und wie komme ich unbeschadet in einen Trimmi und wieder heraus? Heute werden erstmals Mannschaftsboote aus der Halle geholt und die Fragen lauten: Wo fasst man Boote an, wie dreht man sie, wie werden die Skulls eingelegt und vor allem: Wie komme ich in einen Gig-Vierer, der kein Bodenbrett hat?
In einer Regenpause bringen wir zwei Vierer und einen Sechser zu Wasser und raus geht’s. Die „Windsbraut“ übernimmt heute Andreas. Das Ergebnis kann man sich als ein munteres Mikado aus roten und grünen Skulls vorstellen. Ich bewundere die Geduld von Andreas, der jetzt einzeln rudern lässt. Nach vorne rollen, Skulls senkrecht drehen, einsetzen, erst Beine, dann die Arme, Skulls ausheben, drehen und wieder nach vorne rollen. Die Skulls behandeln wie ein Baby, ganz sachte, bitte. Nochmal, wieder falsch, nochmal und so weiter. Langsam, sehr langsam werden die Bewegungen kontrollierter. Und ich staune: Denn jetzt rudern wir im Schneckentempo um die kleine Insel. Und plötzlich machen wir einen Zug, wie er sein sollte: Alle im gleichen Takt. Noch ein Zug. Dann verlässt den Schlagmann an seinem ersten Arbeitstag plötzlich die Koordination. Mit lautem Poltern schlagen die Skulls aufeinander. „Ruder halt“, ist die Stimme von Andreas zu hören. Noch mal Pause. „Konzentration, bitte!“. Regengeplätscher. Stille. „Und jetzt in die Auslage! Blätter ins Wasser und los.“ In diesem Augenblick setzt der Regen voll ein. Es regnet Hunde und Katzen, doch die Bewegung stimmt. Für vier fünf Züge. Dann schallt wieder ein „Schlag achten“, durchs Mikro. Die eins fragt sich ganz leise: „Welcher Schlag?“ Doch weiter geht’s, die tapfere Truppe hält durch und unbeschadet, aber klatschnass sind wir wieder am Steg.
Fröhliches Gequatsche vorm Bootshaus. Die Stimmung ist ganz gut. Alle sind froh, dass wir heil wieder am Steg angekommen sind. Und der Halbkreis, den ich da über dem Billebecken schillern sehe, ist kein Regenbogen, sondern die Lernkurve der dreizehn Neuen. Jetzt noch Boote putzen, reintragen und alles im Bootshaus verstauen. Geht schnell, wenn man mit so vielen auf dem Steg unterwegs ist und deutliche bis hin zu sehr deutlichen Ansagen gemacht werden. Ich bin beeindruckt von den drei Steuerleuten, die sich trauen, mit absoluten Rookies in Vierern und Sechsern aufs Wasser zu gehen. Ich habe das Rudern – damals in Neuss – noch im Ruderkasten gelernt. Bei der ersten Tour auf dem Rhein kannten wir alle Befehle auswendig und konnten sie auch recht koordiniert befolgen. Muss man vielleicht auch, wenn man auf dem Rhein unterwegs ist. Die Bille ist da gnädiger, Gottseidank. Einer aus der Gruppe verabschiedet sich von mir mit Handschlag und einem munteren: „Bis nächsten Dienstag.“ „Vielleicht“, sage ich. Denn irgendwie hätte ich schon Lust, mit den Neuen noch eine Runde über die Bille zu drehen.
https://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2025/06/Einsteigerkurs-e1750447194461.jpg8841386KnorrSihttps://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2019/03/RVB_Logo_transparent_340x156.pngKnorrSi2025-06-20 21:21:212025-06-20 21:41:30Strokes On The Water: Die Neuen gehen aufs Wasser
Es gibt doch kaum etwas Gesünderes und Erholsameres als Ausdauersport an der frischen Luft, oder? Am besten abseits der gewohnten Routen, inmitten viel grüner Natur und wenn noch ein See oder Fluss mit dabei ist, umso schöner. Wer jetzt an Wandern denkt, hat nicht ganz unrecht. So etwas ähnliches hatten sich fünf Ruder:innen vorgenommen, allerdings auf der Elbe, genauer gesagt auf der Strecke von der grünen Brücke bis nach Geesthacht und wieder zurück. Das Ganze an einem schönen sonnigen Wochenende Anfang Mai.
Natürlich kam bei unserer kurzen Tour nach Geesthacht alles ein bisschen anders als geplant: Das Wetter war weniger dufte als erwartet, die Strömung stärker als gedacht und die Summe aller unserer Kräfte gerade mal ausreichend, um es noch im Hellen bis zur RG Geesthacht zu schaffen. Und dann verfährt man sich noch kurz vorm Ziel! Na ja, es hätte schlimmer kommen können, dachten wir uns beim Abendessen. Die Lage änderte sich am nächsten Morgen: Eine unserer Mitstreiter:innen erschien mit derartigen Blessuren zum Frühstück, dass wir nur noch zu viert die Heimreise antreten konnten. Das war dann wirklich zu viel. So viel, dass wir tatsächlich die Brocken hinwerfen wollten. Aber was macht man mit einem so schweren Boot wie unserer geliebten Tiefstack*, die wir auch zu viert nicht aus dem Wasser bekommen? In Geesthacht am Steg festbinden? Niemals!
Deswegen mussten wir zu viert zurück, wobei wir unsere Hoffnungen auf die Tide setzten. Allerdings blies uns ein derart massiver Wind um die Ohren, dass unsere Erwartungen an Tidestrom schnell obsolet waren. Gottseidank saßen wir in der Tiefstack, in keinem anderen unserer RV-Boote hätten wir gegen diesen Wind nur den Hauch einer Chance gehabt. Aber da wir uns alle vorgenommen haben, gestandene Wanderruder:innen zu werden, haben wir uns da durchgebissen. Und wurden belohnt: mit einer wunderschönen Landschaft, vielen tollen Stränden zum Anlegen (Vorsicht bitte mit ablaufendem Wasser!), freundlichen Geesthachtern Schleusenwärtern, exzellentem Kaffee in Oortkarten, schwimmenden Bussen und dem wahnsinnig netten Café Schlick in der Billwerder Bucht – unser neuer Geheimtipp. (Schließlich ist das Schleusen über Tiefstack** so eine Sache: „Bitte sehen Sie von telefonischen Nachfragen ab, ob bzw. wann eine Schleusung durchgeführt wird“, heißt es auf der Webseite. Oha!)
Ob wir diese Tour wiederholen? Keine Ahnung. Zunächst müssen erstmal die Blasen an den Händen verheilen. Aber Wandern ist Fun und wir sind ganz sicher bald wieder auf der Elbe unterwegs!
https://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2025/05/Geesthacht.jpg10401386KnorrSihttps://www.rvbille.de/wp-content/uploads/2019/03/RVB_Logo_transparent_340x156.pngKnorrSi2025-05-23 23:36:272025-05-23 23:36:29In Love With Tiefstack*: Einmal Geesthacht und zurück