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Letztes Jahr im Januar haben wir zum ersten Mal einen Erste-Hilfe Kurs im Bootshaus der RV Bille angeboten und das Interesse war riesig. Weil wir es sinnvoll finden, eine ausreichende Zahl fähiger Ersthelfer an Bord zu haben, haben wir das wiederholt, denn gute Vorsätze knöpfen wir uns am liebsten im Januar vor. Und obwohl sich das Interesse dieses Mal sehr in Grenzen hält, bleiben wir dabei: Herz-Lungen Wiederbelebung, stabile Seitenlage und Druckverbände haben wir geübt, bis es sitzt und wir können jetzt auch ohne Dreieckstuch Arme fixieren (s.o.).

Regelmäßige Erste-Hilfe Kurse geben uns ein besseres Gefühl für den Fall der Fälle, dass hier mal jemand umkippt. Und dennoch hoffen alle Beteiligten, dass der RTW auch in den prognostizierten acht Minuten vor Ort ist, um gegebenenfalls die Wiederbelebung zu übernehmen. Denn machen wir uns nichts vor, mit einem Ernstfall liebäugelt hier bei der RV Bille niemand!

Die Schulung hat in diesem Jahr der „ResQService“ aus Rahlstedt übernommen. Der Rettungsdienst war auch so nett, die Schulung bei uns im Bootshaus durchzuführen, obwohl eigentlich zehn Teilnehmer:innen die Mindestgröße für einen Kurs sind. Wir können diesen Kurs gerne weiterempfehlen, den der Kursleiter aus eigener Motivation in Eigenregie anbietet. Das ist ein etwas anderer Schnack als eine Schulung von der ASB, aber dafür konnten wir bei der Herz-Lungen-Massage ein Rennen gegen den Krankenwagen fahren: Je besser wir wiederbeleben, desto mehr Gas gibt der Rettungswagen. Das motiviert bei einer Schlagzahl über 100!

Jetzt fehlt eigentlich uns eigentlich nur noch der Kurs „Rettung aus dem Wasser“. Aber angesichts der Wetterverhältnisse vor und auf dem Steg werden wir mit diesem Kurs noch eine Weile warten.

Vielen Dank, ResQService und bis zum nächsten Mal!

Autor: Dominik Neubauer

Das war ein großartiges und erfolgreiches Jahr für die RV Bille! Wir haben den Alster Ergo Cup gewonnen, unseren Achter beim Fari-Cup ganz oben auf dem Treppchen geparkt, hatten viel Spaß und bestes Wetter bei der Matjes Regatta und konnten – dies ist sicher die schönste Nachricht – unseren Standort bei der grünen Brücke endlich sichern. Ganz nebenbei gab es jede Menge gute Laune auf der Bille und den angrenzenden Gewässern. Viele gute Gründe, es mal ein wenig krachen zu lassen.

Damit das auch alle mitbekommen, haben wir ein paar Vierer mit Lichterketten und Knicklichtern geschmückt, die Talente von morgen warm verpackt im Bug verstaut und sind zu einer kleinen Runde um die Bille-Inseln aufgebrochen. Im Anschluss gab es dann noch Pizza galore für alle Aktiven und die Friends und Family unserer Rudervereinigung mit Cola, Bier und Rotwein versorgt. Wir hoffen, dass das kommende Jahr mindestens so begeistern kann wie 2024.

Von Dominik Neubauer

Die Bille ist so schön, dass es eigentlich gar keinen Grund gibt, hinterm Bootshaus rechts zur Tiefstack-Schleuse auf die Elbe abzubiegen. Gemacht haben wir das aber trotzdem, weil Reisen schließlich bildet. Wir konnten ja nicht ahnen, dass wir uns dafür die einzigen paar Stunden in diesen Tagen ausgesucht haben, die nicht nur beißend kalt, sondern auch richtig nass waren.

Mit zwei Vierern sind wir das Wagnis eingegangen. Wagnis, weil außer den beiden Steuerleuten niemand Erfahrung mit Gewässern wie der Elbe hatte. Insofern erwartete alle eine hohe Lernkurve: Wie schleust man richtig? Was ist eigentlich Tide? Und wie verhält man sich bei hohem Wellengang? Unser Ziel, die Bunthäuser Spitze, haben wir dennoch hurtig erreicht, weil wir mit der Flut schnell oben waren. Die Sportsfreunde vom Bullenhauser Yacht Club hatten auch nichts dagegen, dass wir bei ihnen für eine kurze Pause festgemacht haben. Auf der Rückreise hatten wir dann prompt Regen und einen schneidigen Wind, der insbesondere für die Steuerleute unangenehm war. Aber immerhin hatten wir auch viel zu staunen: Eskimorollende Kajakfahrer und Linienbusse mitten auf der Elbe. So etwas bekommt man auf der Bille eher selten zu sehen! Nach knapp fünf Stunden waren wir wieder am Bootshaus, die einen um ein paar Erfahrungen reicher, die anderen um die eine oder andere Frostbeule. Und tatsächlich waren das exakt 30 Km, also eine ordentliche Wanderfahrt im Sinne des DRV.

Von Dominik Neubauer